LAB Lachner Aden Beyer & Company

Aktuelles

Topmanager profitieren besonders stark von gestiegenen Boni
  • Trend: Seit 2006 sinkt die Zahl der besonders drastischen Bonussteigerungen
  • Ausnahme: Spitzenverdiener verdienen überproportional mehr
  • Überraschung: Jedes vierte Unternehmen erhöht Boni trotz gesunkener Betriebsergebnisse

Düsseldorf, 19. Mai 2008 — 51% der deutschen Führungskräfte haben für das Geschäftsjahr 2007 höhere Bonuszahlungen erhalten als im Vorjahr – aber nur ein Fünftel bekam einen Zuschlag von mehr als 20 Prozent. Damit bestätigt sich ein Trend des Vorjahrs: Die Zeit drastischer Gehaltszuwächse scheint vorbei. Eine Ausnahme bilden erneut die Spitzenverdiener mit einem Jahreseinkommen von mehr als 200.000 Euro: 39% von ihnen meldeten signifikant gestiegene Sonderzahlungen. In der Gehaltsklasse bis 100.000 Euro konnten sich hingegen nur 15% über einen vergleichbar hohen Zuschlag freuen. 17% von ihnen mussten sogar gesunkene Boni hinnehmen. Bei den Höchstverdienern waren dies nur 7%.

Das sind Ergebnisse der 4. LAB Bonusstudie – einer Umfrage unter 1003 deutschen Führungskräften. Sie wird jährlich von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der Financial Times Deutschland durchgeführt. Die Zahlen bestätigen einen auch subjektiv wahrgenommenen Trend: „Die Gehaltsschere zwischen Höchst- und Normalverdienern geht weiter auseinander”, sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. Auch die teils massive öffentliche Kritik habe diesen Trend nicht aufhalten können. Aden: „Den Unternehmen bleibt nichts anderes übrig. Denn gerade im Führungskräftebereich sitzen inzwischen die Arbeitnehmer eindeutig am längeren Hebel.”

Dies zeigt sich sogar bei den erfreulich wenigen Unternehmen mit gesunkenen Gewinnen: Immerhin ein Viertel dieser Firmen zahlt ihren Managern trotz der wirtschaftlich schwachen Entwicklung höhere Boni. Diese scheinbar überraschende Erkenntnis sei ein zusätzlicher Beleg für die aktuell starke Stellung der Manager, so Aden.

Ein weiteres Ergebnis der Bonusstudie: Branchenspezifische Entwicklungen besitzen deutlichen Einfluss auf die Gehaltsentwicklung der Topmanager. Gestiegene Boni meldeten vor allem Führungskräfte der Beraterbranche (62%) und der IT (59 %). Schlusslicht ist mit 48 % die Finanzdienstleistungsbranche.

Präsident der TU München übernimmt Beiratsvorsitz von LAB

Düsseldorf, 14. Mai 2008 — Wolfgang A. Herrmann (60), Professor für Chemie und Präsident der Technischen Universität München (TUM), wurde am 14. Mai 2008 auf der konstituierenden Beiratssitzung der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company zum Vorsitzenden des Gremiums berufen. „Ich freue mich, durch diese Berufung einen neuen Zugang zum Thema Human Ressources zu bekommen. Bei der TUM haben wir es in Personaldingen eher mit besonders qualifizierten Nachwuchskräften zu tun. LAB dagegen fokussiert sich auf die reiferen Profile für Spitzenpositionen”, sagt der für seine Forschungsarbeiten vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler. Herrmann ist unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Evonik Industries AG und der E.On Energie AG.

Besondere Verdienste hat sich Prof. Herrmann bei der Weiterentwicklung der TUM als eine der führenden deutschen Universitäten erworben, die inzwischen auch international einen exzellenten Ruf genießt.

„Mit Professor Herrmann konnten wir einen der ausgewiesenen Hochschulreformer als Berater gewinnen”, sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. „Von seiner Expertise, Innovationskraft und seinem Netzwerk versprechen wir uns wesentliche Impulse bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsfelder – auch außerhalb der ausgetretenen Pfade.”

Als weitere Mitglieder wurden in den Beirat berufen: Dipl. Kfm. Peter Lachner (70), Ex-Gesellschafter und Mitgründer von LAB & Company sowie Dr. Heike Maria von Joest (41), bis Februar 2008 Hauptgeschäftsführerin vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Managerpanel: Deutsche Topmanager befinden sich auf Jobsuche
  • 75% wollen wechseln, davon die Hälfte möglichst bald
  • 89% versprechen sich durch neuen Arbeitgeber einen Karriereschub

Düsseldorf, 12. Mai 2008 — 37 Prozent der deutschen Topmanager würden lieber heute als morgen ihren Job wechseln. Und ähnlich viele (38%) planen mittelfristig eine berufliche Veränderung. Somit hegen nur 25 Prozent der Führungskräfte keine Wechselabsichten. Das sind Ergebnisse des „15. LAB Managerpanels”, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der „Wirtschaftswoche”.

„Offensichtlich haben die Manager das typisch deutsche Sicherheitsdenken über Bord geworfen”, sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. „Unternehmen, die jetzt noch zögern, ihre Attraktivität für die klugen Köpfe zu steigern, riskieren ihre Zukunft. Arbeitgeberattraktivität ist kein Schönwetterthema mehr”, warnt der Personalberater.

Über die Gründe für sinkende Loyalität gegenüber ihrem Arbeitgeber lassen die Umfrageteilnehmer keinen Zweifel: 89 Prozent versprechen sich durch einen Wechsel des Unternehmens einen beruflichen Vorteil. „Karrieresprünge innerhalb der Firma sind bedeutend schwerer”, urteilt ein Teilnehmer stellvertretend.

Bei 63 Prozent der Befragten hat sich die Wechselbereitschaft in den vergangenen drei Jahren erhöht. Gesunken ist dieser Wunsch nur bei neun Prozent. Die gleiche Frage hatte LAB & Company den Managern bereits im Dezember 2004 gestellt. Seitdem ist der Wille zur Abwanderung nochmals um vier Prozentpunkte gestiegen. „Es führt kein Weg mehr an der Erkenntnis vorbei, dass Binden und Gewinnen der besten Mitarbeiter zu einer strategischen Überlebensfrage geworden ist”, sagt Aden.