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Banken und Politik haben nichts aus Finanzkrise gelernt

Zwei Jahre nach der Lehman-Pleite haben Finanzwirtschaft und Politik die Ursachen der globalen Finanzkrise noch immer nicht erkannt und keine geeigneten Maßnahmen getroffen, um eine Wiederholung zu vermeiden. So äußerte sich die große Mehrheit der deutschen Top-Manager in einer Umfrage der internationalen Personalberatung LAB & Company im Jahr 2010. Im LAB Managerpanel attestierten 80 Prozent der Befragten der globalen Finanzwirtschaft dieses Versäumnis. 70 Prozent unterstellten das gleiche der Politik.

Rohstoff- und Nahrungsmittel- statt Immobilienblasen

„Die Banken haben nur die Branche gewechselt. Statt Immobilienblasen haben wir jetzt Rohstoff- und Nahrungsmittelblasen“, sagte etwa einer der Umfrageteilnehmer. Die Schuld für die ungelöste Situation sahen die Befragten aber auch bei der Politik. Sie hätten die Ursachen der Krise nicht im Ansatz verstanden. Es fehle ihnen an der Fähigkeit, die Komplexität des Problems zu erkennen, begründeten viele Teilnehmer ihre Einschätzung.
Zu positiven Konsequenzen führte die Krise indes in vielen anderen Branchen: 40 Prozent der Top-Manager berichteten, ihr eigenes Unternehmen orientiere sich stärker an nachhaltigeren Geschäftsmodellen und verfolge ein transparenteres Risikomanagement. „Fehlerhafte Prozesse und Schnittstellen wurden durch die Krise sichtbar und werden jetzt behoben“, sagte beispielsweise einer der Führungskräfte.

Klaus Aden, geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company, hielt einen solchen Sinneswandel wirtschaftlich auch für dringend geboten: „Spitzenkräfte analysieren vor einem möglichen Jobwechsel mehr denn je, wie nachhaltig ein Unternehmen wirtschaftet. Unternehmen mit gesellschaftlich verantwortungsvollen Geschäftsmodellen besitzen somit einen signifikanten Vorteil im Wettbewerb um die besten Führungskräfte.“

Klassische Karriereparameter weniger gefragt

Diese Aussage wurde durch ein weiteres Ergebnis der Umfrage bestätigt. Danach änderten 31 Prozent der Manager aufgrund der Krise ihre Berufseinstellung– hin zu mehr Sinnhaftigkeit, weg von klassischen Karriereparametern wie Geld, Status oder Titeln. „Der Druck auf die Wirtschaft zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung wird daher zunehmen“, prognostizierte Aden.

Die Ergebnispräsentation dieses LAB Managerpanels mit weiteren Informationen senden wir Ihnen gerne kostenfrei zu. Bitte kontaktieren Sie uns dazu einfach telefonisch über +49 211 15 97 99-0 oder per E-Mail.