LAB Lachner Aden Beyer & Company

Managerpanel: Die Hälfte aller Top-Manager betreibt Selbstmarketing im Internet

  • Die persönliche Online-Reputation ist für drei Viertel der Führungskräfte wichtig
  • 93 Prozent rechnen mit wachsender Bedeutung des Internets zur Imagebildung

Düsseldorf, 29. Oktober 2007 — Früher war es Führungskräften vor allem wichtig, was Geschäftspartner, Vorgesetzte und potenzielle Arbeitgeber über sie dachten. Heute interessiert sie zunehmend, welche Reputation sie in der Online-Welt besitzen: 76 Prozent der deutschen Top-Manager bezeichnen ihren Ruf im Internet als persönlich wichtig oder sehr wichtig. Bereits 44 Prozent überlassen ihr Online-Image nicht mehr dem Zufall sondern gestalten es selbst mit – etwa durch Pflege eigener Blogs und Websites, durch Einträge bei Online-Communitys, Kommentierungen von Blog-Einträgen oder Maßnahmen gegen Falschdarstellungen. Das sind Ergebnisse des „LAB Managerpanels”, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company in Kooperation mit der „Wirtschaftswoche”.

Der Grund für die aktive Steuerung von Online-Aktivitäten liegt auf der Hand: „Top-Manager werden zunehmend zur Marke. Es wäre daher grob fahrlässig, die Markenführung in eigener Sache zu vernachlässigen”, sagt Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. „In dem Zusammenhang spielt das Internet eine wichtige Rolle.” So habe eine Personalberatung wie LAB & Company gegenüber Kunden ein massives Argumentationsproblem, Kandidaten mit einem miserablen Online-Ruf vorzuschlagen. Nicht zuletzt deshalb vertrauen Personalberatungen nicht mehr allein auf ihre persönlichen Quellen, sondern führen begleitend Internet-Recherchen durch.

Das wissen auch Deutschlands Top-Manager: 81 Prozent beschäftigen sich mit der Frage, welche Informationen über sie im Internet verfügbar sind. 93 Prozent glauben sogar, dass die Bedeutung der Online-Reputation weiter zunehmen wird. Allerdings scheinen die meisten Führungskräfte das Selbstmarketing im Internet eher laienhaft zu betreiben: Offenbar nutzen hierfür nur wenige professionelle Instrumente oder beauftragen spezialisierte Dienstleister. Ein Fehler, wie einige Teilnehmer der Umfrage wissen. “Die Gestaltung der Online-Reputation sollte durch Profis erfolgen, da man selbst leicht das Gegenteil des Erwünschten bewirkt”, sagt stellvertretend ein Manager.