19. LAB Managerpanel Topmanager fordern Einschreiten der Politik bei Bonusfrage

Bonuszahlungen an Führungskräfte, die einen kurzfristigen Unternehmenserfolg belohnen oder die den Aufbau unverhältnismäßiger Risikopositionen fördern, sollten gesetzlich reglementiert werden. Das fordern 71% der deutschen Topmanager laut einer Umfrage im Rahmen des 19. LAB Managerpanels.

Düsseldorf, 24. September 2009 – Bonuszahlungen an Führungskräfte, die einen kurzfristigen Unternehmenserfolg belohnen oder die den Aufbau unverhältnismäßiger Risikopositionen fördern, sollten gesetzlich reglementiert werden. Das fordern 71% der deutschen Topmanager laut einer Umfrage unter 315 deutschen Führungskräften, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company im Rahmen des 19. LAB Managerpanels. Die Studienteilnehmer befinden sich damit auf einer Linie mit Forderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie von Teilen der SPD und der CDU.

„Deutschlands Manager haben offensichtlich den Glauben an die Selbstreinigungskräfte der Wirtschaft verloren“, sagt Klaus Aden, Geschäftsführer der LAB unter Verweis auf eine LAB-Umfrage im Dezember 2007: Damals stimmten nur 12 Prozent für eine gesetzliche Reglementierung der Managervergütungen.

Im Vorfeld des G-20-Gipfels von Pittsburgh fragte LAB diesmal weiterhin, ob Deutschland einen Alleingang wagen sollte, falls Bundeskanzlerin Merkel mit ihren Forderungen nach international verbindlichen Regeln für Managergehälter scheitern sollte. Für den Alleingang stimmen 40 Prozent der Führungskräfte, 49 % lehnen ihn ab. „Ohne die EU-Länder lässt sich das nicht regulieren“, sagt stellvertretend einer der Befragten.

Die Haltung der politischen Parteien zur Frage der Begrenzung von Boni und Managergehältern könnte auch Einfluss auf den Ausgang der kommenden Bundestagswahl haben: 65 % der Führungskräfte sagten, die Einstellung einer Partei zu dieser Frage habe Einfluss auf ihre Wählergunst.